Die Bundesnetzagentur führt von Juni bis Dezember 2012 eine Studie zur Dienstqualität von Internetzugängen durch. In diesem Rahmen ermittelt die Initiative Netzqualität im Auftrag der Bundesnetzagentur Messwerte, um ein Abbild der angebotenen und der tatsächlich verfügbaren Datenübertragungsraten zu erhalten.

Breitband-Test ScreenshotDie Studie soll auf der Grundlage von technologie- und anbieterübergreifenden Messungen Aussagen zu folgenden Aspekten erlauben:

  • über den Status quo der im Vertrag angebotenen und der tatsächlich realisierten Dienstequalität,
  • über eine mögliche Reduktion der Bandbreite für den Internetzugang bei parallelem IPTV oder VoIP,
  • zum Vorliegen unterschiedlicher erreichbarer Datenübertragungsraten bei der Nutzung von unterschiedlichen Anwendungen, Zielen oder Inhalten, sowie
  • über Anforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten für ein Messkonzept, das für Endkunden nutzbar ist.

Bei diesem Projekt unterstützt AV QoX die Initiative bei der technischen Realisierung und Betreuung von teilen der Messlandschaft.

Unterstützen Sie die Bundesnetzagentur bei der Erstellung eines stabilen Abbildes der tatsächlich verfügbaren Leistungen aktueller Breitbandanschlüsse.

Hier geht es direkt zum Breitband-Test: www.initiative-netzqualität.de

connect hat in seiner aktuellen Ausgabe 5/2012 die IPTV-Angebote von Telekom und Vodafone getestet. In Zusammenarbeit mit den Netztestexperten der zafaco GmbH wurden dabei über 80.000 Messwerte in unterschiedlichen Lastsituationen erhoben. So untersuchten die Tester, ob der IPTV-Empfang bei gleichzeitigem Surfen oder Telefonieren via Voice over IP (VoIP) leidet. Umgekehrt war es interessant zu sehen, wie sich IPTV auf die Internetnutzung oder die Telefonie auswirkt. Denn alle Services über eine Leitung laufen zu lassen (Triple Play), ist höchst komplex. Wichtiges Stichwort dabei ist die Priorisierung. Während man beim Surfen im Internet eher mal ein Auge zudrückt, wenn der Up- oder Download etwas länger dauert, sind Dienste wie die Telefonie deutlich zeitkritischer: Engpässe in der Bandbreite machen sich hier in Form von Sprachverzögerungen oder Verbindungsabbrüchen bemerkbar. Ähnlich bei IPTV: Auch hier sind Bildstörungen für den Kunden nicht hinnehmbar.

Als Sieger mit der Note “gut” ging Telekom Entertain aus dem Test hervor. Bis das System startet, dauert es zwar etwas – doch dann kommt der Zuschauer auf seine Kosten: Umschalten klappt mehr als doppelt so schnell wie bei Vodafone. Auch die Bildqualität präsentierte sich im Test tadellos, gravierende Aussetzer gab es keine zu beklagen. Lediglich die Basis-HD-Senderausstattung ist etwas mager, dafür bietet die Telekom-Videothek eine üppigere Auswahl. Paralleles Telefonieren oder Surfen war ebenfalls problemlos möglich.

Vodafone TV belegt mit dem Urteil “befriedigend” Platz 2. Zwar startete der Dienst spürbar schneller als Telekom Entertain, das Zappen klappte aber nicht so konstant fix wie bei der Konkurrenz. Auch sank der Video Quality Score bei Datenlast öfter unter den für sichtbare Beeinträchtigungen kritischen Wert. Bei HD-Sendungen, die hohe Bandbreite erfordern, trat dies verstärkt auf. Damit ist die Gefahr größer, dass es tatsächlich zu Bildstörungen kommt. Alles in allem ist aber auch Vodafone TV ein empfehlenswertes Angebot, das bereits im Basispaket viele HD-Sender bietet, die bei der Telekom aufpreispflichtig sind.

Sven Heinzer, Redakteur bei connect, zieht ein positives Fazit: “IPTV hat die Reifeprüfung bestanden. Der Dienst läuft bei beiden großen Anbietern stabil und in guter Qualität, interessierte Kunden können die Komplettpakete aus Internet, TV und Telefonie bedenkenlos buchen.”

Link zum connect Artikel (05.04.2012)
(Bild: connect 5/2012)

CeBIT2012Vom 6.-10. März war das Forschungsprojekt auf dem Gemeinschaftsstand “Wissenschaftsland Nordrhein-Westfalen” an der CeBIT 2012 beteiligt. In der Halle 9 wurde der aktuelle Stand des Messsystems dem Fachpublikum präsentiert.

AVQoX Pressemitteilung CeBIT 2012 (PDF)
AVQoX press release CeBIT 2012 (PDF)

Wir danken allen Besuchern für die anregenden Gespräche und Diskussionen.

Die Fernsehwelt verändert sich radikal. Mit mehr Intelligenz, Interaktion und konvergenten Infrastrukturen wird das Fernsehen von Morgen zum Element einer neuen multimedialen Umwelt. Immer mehr Konsumenten steigen auf zeit- und ortsunabhängig verbreitete Programme spezialisierter Anbieter um. Satelliten- und Kabelnetzbetreiber verlieren Ihre Ausnahmestellung als Transporteure, weil TV-Programme auch direkt über das Internet verbreitet werden.

In der zunehmend komplexen Fernsehwelt ist die Kenntnis um die Servicequalität ein entscheidender Faktor im Kampf um Marktanteile und Kundenzufriedenheit. Genau hier setzt “AV QoX”, das von der Forschungsgruppe Datennetze der Fachhochschule Köln und der zafaco GmbH entwickelte Qualitätsmesssystem für IP Streaming-basierte Audio-/Video-Dienste an.

Ziel des vom BMWi geförderten ZIM Projektes ist die Entwicklung eines technologisch neuen universellen und verteilten Qualitätsmesssystems für IP Streaming-basierte Audio-/Video-Dienste (AV QoX) wie IPTV, WebTV und VoD in Next Generation Networks.

Die subjektive und objektive Qualität der Mediendaten wird aus dem aktuellen IP-Datenstrom abgeleitet (Live und non-reference Messungen) und basiert neben der Analyse der Netzparameter und der Dienstgüte (Quality of Service QoS) auch auf einer Analyse des Video Codec Layers mit Hilfe von „deep packet inspection“.

Der Aufbau des verteilten Messsystems erlaubt die Betrachtung aller Ebenen eines NGN, vom Content-, Core-, Distribution- und Access Network bis hin zur Sicht eines Endanwenders.

Um in einer Simulation den Kunden realitätsnah abbilden zu können, wird mit AV QoX im Rahmen eines kontinuierlichen IPTV Benchmarks ein Mix aus einzelnen Services wie VoIP, Highspeed Internet und IPTV durchgeführt.

Am 1. Oktober 2011 startet das gemeinsame Forschungsprojekt der Fachhochschule Köln und der zafaco GmbH mit dem Ziel der Erstellung eines professionellen QoS-/QoE-Monitoringsystems – AV QoX – für NGN Provider.

Dieses Projekt geht aus dem erfolgreich beendeten BMBF Forschungsprojekt SmartVideo hervor.

Das Projekt AV QoX wird vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) im Programm ZIM gefördert.